Smartphone-Daten sicher löschen

Es gibt Situationen, in denen muss man Daten vom Smartphone entfernen. Manchmal handelt es sich dabei um einzelne Dateien oder Apps, manchmal um alles vom Smartphone. Wir zeigen, wie das geht.

Es gibt verschiedene Gründe, um Daten vom Smartphone zu löschen: etwa, um Speicherplatz freizumachen, weil Sie bestimmte Daten nicht mehr benötigen, oder falls Sie Ihr Smartphone verkaufen möchten. Wir sagen Ihnen, was für jeden Fall der richtige Vorgang ist.

Einzelne Dateien und Apps löschen

Für eine erste Basisreinigung, die Ihnen auf jeden Fall zu mehr Speicher verhilft, eignet sich die App Clean Master (Boost Antivirus) . Auf der Startseite sehen Sie in Prozentpunkten, wie weit der interne Speicher sowie der RAM-Speicher ausgelastet sind. Sie können hier „Junkdateien“ einsehen und anschließend über „Müll bereinigen“ den Arbeitsspeicher deutlich entlasten. Nach dem Scannen zeigt Clean Master die zu löschende Datengröße an.

Möchten Sie weiter in die Tiefe gehen, öffnen Sie die „Werkzeuge“ in der unteren Leiste. Darin finden Sie die Option „Speicher bereinigen“. Tippen Sie darauf, scannt der die App alle Inhalte auf Ihrem Smartphone und zeigt Ihnen große Dateien, Videos, selten gespielte Musik oder doppelte Fotos an, die Sie dann löschen können. Hier finden Sie auch Datenrückstände von gelöschten Apps.

Grundsätzlich ist hier jedoch Vorsicht geboten, da dieser Rundumschlag oft auf Dateien betrifft, die nicht doppelt, sondern nur ähnlich sind, – und weil sich der Schritt nicht rückgängig machen lässt. Immerhin zeigt Ihnen der Clean Master (Boost Antivirus) nähere Informationen zu jeder Datei an, sodass Sie besser einschätzen können, ob Sie sie löschen sollen oder nicht.

Foto-Dubletten: Um doppelte Fotos loszuwerden, bietet Clean Master gleich zwei Wege: Den „Foto-Bereiniger“ finden Sie in den „Werkzeugen“. Er analysiert alle Bilder und zeigt Ihnen diejenigen, die er für unscharf hält, in einem eigenen Ordner an. Ebenso verfährt er mit ähnlichen Bildern oder Bilderserien: Hier markiert die App das beste Bild. Im Ordner „Meine Fotos“ listet sie alle Verzeichnisse mit Bildern auf, also neben dem „Camera“-Ordner auch Downloads, Screenshots und Apps, die Bilder speichern.

Alternativ zum oben beschriebenen Weg können Sie die Option „Doppelte Fotos“ des „Foto-Bereinigers“ auch über die Funktion „Speicher bereinigen–> Ähnliche Fotos“ aufrufen. Dann müssen Sie sich jedoch zuerst durch die etwas unübersichtliche Auflistung aller löschbaren Daten kämpfen. Downloads: Der Download-Ordner enthält nicht nur Dateien, die Sie explizit heruntergeladen haben. Auch wenn Sie beispielsweise nur einen Blick auf eine PDF-Speisekarte werfen wollen, landet diese oft ungewollt als Download auf Ihrem Smartphone. Daher lohnt es sich, in regelmäßigen Abständen den Download-Ordner zu durchforsten und überflüssige Dateien zu löschen. Das können Sie entweder direkt im Download-Verzeichnis Ihres Mobilgeräts erledigen. Alternativ bietet der Clean Master (Boost Antivirus) die Option „Speicher bereinigen –> Bereinigen von Downloads“. Dies umfasst übrigens auch APK-Dateien.

Apps deinstallieren: Haben Sie die Basisreinigung durchgeführt, können Sie als Nächstes einen kritischen Blick auf die installierten Apps werfen. Löschen Sie alle Apps, die Sie seit der Installation nicht oder nur sehr wenig verwendet haben. Dies können Sie entweder direkt im Apps-Menü in den Android-Einstellungen tun, oder Sie verwenden im Clean Master den „Anwendungsmanager“ oder die Funktion „Speicher bereinigen –> Apps deinstallieren“ für wenig genutzte Apps. Alternativ können Sie Apps auch nur zurücksetzen, sprich, die App-Daten bereinigen.

Ganzes Smartphone formatieren

Möchten Sie nicht nur einzelne Dateien oder Apps löschen, sondern das komplette Smartphone formatieren – etwa, weil Sie es verkaufen wollen – gibt es auch dafür eine sichere Methode.

Entfernen Sie zunächst Ihren Google-Account und alle weiteren Konten in den Einstellungen unter „Konto“ oder „Konten“. Suchen Sie anschließend über das Lupensymbol nach „Werkseinstellungen“, und öffnen Sie den Menüpunkt über die Ergebnisliste. Deaktivieren Sie eventuell angebotene Wiederherstellungsoptionen, und starten Sie anschließend den Löschvorgang, der sämtliche Einstellungen, Apps und persönlichen Daten aus dem internen Speicher entfernt.

Nummer sicher: Möchten Sie nun ganz sicher gehen, dass sich Ihre Daten nicht wiederherstellen lassen, sollten Sie Ihr Smartphone mit einer eigens dafür angelegten Gmail-Adresse erneut einrichten. Anschließend kopieren Sie manuell willkürliche, nicht private Fotos auf das Handy, legen imaginäre Kontakte an und installieren Apps, die Sie nie verwendet haben. So überschreiben Sie Ihre alten Daten, wodurch diese komplett aus dem Speicher verschwinden und nur sehr schwer bis gar nicht mehr wiederherstellbar sind. Danach setzen Sie Ihr Smartphone erneut zurück.

Alternativ können Sie auch Apps verwenden, die sich auf das sichere Überschreiben spezialisiert haben. Eine empfehlenswerte Anwendung dafür ist beispielsweise Sicher Löschen mit iShredder 6 . Sie bietet Ihnen in der kostenlosen Version sechs verschiedene Löschmethoden für den freien Speicher an, die Proversion für 3,79 Euro stellt sogar 13 Löschmethoden zur Auswahl sowie das konkrete Überschreiben von Fotos, Kontakten, SMS sowie von einzelnen Dateien und Ordnern.

Den Löschmethoden zugrunde liegen dabei Verfahren des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums (Department of Defense, DoD) beziehungsweise des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Überschreibungsdurchgänge (von einem bis maximal vier in der kostenlosen App-Version) und in der Art der Dateien, mit denen der Smartphone-Speicher überschrieben wird. Hier kommen je nach Methode Zufallszahlen oder feste Muster zum Einsatz.

Übrigens: Auch die Micro-SD-Karte lässt sich mit iShredder sicher formatieren. Dazu wählen Sie in der Hauptansicht zuerst die Option „Dateimanager“ und anschließend die Micro-SD-Karte aus.

USB-Stick und SD-Karte bootfähig machen

CD und DVD verlieren zunehmend an Bedeutung, seit Netbooks und Ultrabooks kein optisches Laufwerk mehr mitbringen. Kein Problem: Livesysteme und Linux-Distributionen booten auch schnell und zuverlässig von USB-Sticks und SD-Karten.

An die Stelle von CDs und DVDs sind bunte Sammlungen von USB-Sticks in allen Formen und Größen getreten. Ein DVD-Laufwerk füllt zwar oft noch im Desktop-PC einen Einschub, aber superflache Notebooks haben schon keines mehr. Der Start von Linux-Livesystemen beziehungsweise die Linux-Installation können daher oft nur per USB-Stick oder über eine SD-Speicherkarte erfolgen. Ein USB-Stick ist außerdem erforderlich, wenn Sie das System im Uefi-Modus installieren wollen.

USB-Bootstick mit Unetbootin erstellen

Den Inhalt von ISO-Dateien befördern Sie am einfachsten mit dem Tool Unetbootin auf einen USB-Stick oder eine Speicherkarte. Sowohl die Linux- als auch die Windows-Version von Unetbootin lassen sich ohne Installation ausführen. Unter Linux muss der Packer 7-Zip installiert sein, den Sie in Ubuntu und Varianten beispielsweise mit dem Kommando

sudo apt-get install p7zip-full

nachinstallieren können. Unetbootin fragt beim Start nach Root-Rechten, unter Windowsmüssen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigen. Das Tool unterstützt eine Reihe von Distributionen aus dem Ubuntu-Umkreis und auch ältere Versionen anderer Linux-Systeme, die im Menü „Distributionen“ als Download zur Auswahl stehen. Wenn Sie das ISO-Image bereits vorliegen haben, können Sie den oberen Teil des Fensters jedoch ignorieren. Unetbootin kann über „Abbild“ auch auf eine schon vorliegende ISO-Datei zugreifen und sie auf das ausgewählte Laufwerk packen, um dieses dann bootfähig zu machen. Der USB-Stick muss mit dem Dateisystem FAT32 formatiert sein.

Der so erzeugte Datenträger hat ein anderes Bootmenü als die originale ISO-Datei und es gibt aus diesem Grund deutliche Unterschiede im Aussehen und bei den Namen der Booteinträge.

Ein Image manuell übertragen

Fortgeschrittene Anwender können ISO-Dateien von Linux-Distributionen und Livesystemen unter Linux mit dem Kommandozeilentool dd auf einen USB-Stick oder eine Speicherkarte transferieren. Dies funktioniert mit hybriden ISO-Dateien, die sich sowohl für eine DVD als auch für einen USB-Stick eignen. Die Download-Seiten der Linux-Distributionen weisen normalerweise darauf hin, wenn ein Image hybrid ist. Es funktioniert mit den meisten verbreiteten Distributionen wie Debian, Ubuntu, Linux Mint, Fedora, Open Suse, Arch und deren Abkömmlingen. Bei der manuellen Methode müssen Sie nur penibel aufpassen, dass Sie bei Ihren Kommandos das richtige Medium zum Beschreiben angeben und nicht versehentlich eine Partition auf der Festplatte überschreiben.

1. Stecken Sie Ihren USB-Stick an den Rechner an und öffnen Sie im Anschluss daran ein Terminal-Fenster. USB-Laufwerke und SD-Karten bekommen nach dem Einhängen im Linux-System zwar einen wiederkehrenden gleichlautenden Mount-Punkt, der sich nach der Datenträgerbezeichnung richtet, jedoch keine feste Gerätekennung. Für den Fall, dass „/dev/sdb“ bereits vergeben sein sollte, bekommt ein USB-Stick beispielsweise „/dev/sdc“ zugewiesen. Ist dieses schon belegt, „/dev/sdd“ und so fort.

2. Den schnellsten Weg, die Kennung eines Laufwerks zu ermitteln, bietet Ihnen der Kommandozeilenbefehl lsblk . Rufen Sie den Befehl am besten mithilfe des Parameters „-p“ auf:

lsblk -p

3. Vor dem Schreiben mit dd hängen Sie vorher dessen Partitionen aus:

sudo umount /dev/sd[X]?

wobei „[X]“ der Platzhalter für die Gerätebezeichnung ist, beispielsweise „/dev/sdf“. Das angehängte Fragezeichen bewirkt, dass sämtliche Partitionen dieses Geräts ausgehängt werden.

4. Um das Image auf den Stick zu übertragen, geben Sie in einem Terminal-Fenster folgenden dd-Befehl mit angepassten Pfaden ein. Setzen Sie hierbei nach „if=“ den Pfad und Namen der ISO-Datei ein (Input File) und nach „of=“ den Gerätenamen des USB-Sticks beziehungsweise der Speicherkarte (Output File):

sudo dd bs=1M if=/pfad/datei.iso of=/dev/sd[x]

Es handelt sich um einen Low-Level-Zugriff auf das Ziellaufwerk, der Root-Rechte oder vorangestelltes „sudo“ verlangt. Der Ablauf des Befehls dauert eine Weile und die Konsole gibt in dieser Zeit keine Rückmeldung. Warten Sie einfach ab, bis die Eingabeaufforderung wieder erscheint, dann können Sie den USB-Stick abziehen und verwenden.

Die Werkzeuge der Distributionen

Neben dem Klassiker dd gibt es auch grafische Programme für die zuverlässige Übertragung von Images.

Ubuntu: In allen Ubuntu-Varianten findet sich der „Startmedienersteller“. Das Tool ist vorinstalliert, steht jedoch auch als Paket „usb-creator-gtk“ und für Kubuntu als „usbcreator- kde“ in den Paketquellen bereit. Es funktioniert nur mit Ubuntu-Images und nicht mit anderen Distributionen. Im gestarteten Tool wählen Sie oben entweder eine ISO-Datei von Ubuntu aus oder auch eine eingelegte Ubuntu-DVD. Unter dem zu verwendenden Datenträger, der mit FAT32 vorformatiert sein muss, können Sie festlegen, ob es neben dem Livesystem noch permanenten Speicherplatz geben soll.

Linux Mint: Hier ist das Programm mit dem Namen „USB-Abbilderstellung“ mit von der Partie. Es benutzt unter der (deutschsprachigen) Oberfläche das nackte dd und erstellt eine Byte-für-Byte-Kopie eines ISO-Images auf dem Ziellaufwerk. Aus diesem Grund eignet es sich nicht nur für die Images von Linux Mint, sondern generell für alle hybriden ISO-Dateien.

Open Suse: Für die Übertragung von ISOs benutzen Sie in Open Suse am besten den Imagewriter, der sich über den Paketmanager nachinstallieren lässt – entweder grafisch über die Paketverwaltung von Yast oder mit dem Paketmanager Zypper

sudo zypper in imagewriter

im Terminal. Auch der Imagewriter arbeitet im Inneren wie dd und beherrscht deshalb auch alle hybriden Images. Die englischsprachige Oberfläche ist extrem einfach: Ziehen Sie mit der Maus die gewünschte ISO-Datei auf das Programmfenster und wählen Sie danach das Ziellaufwerk im Feld „Insert a USB device“.

Fedora: In den Paketquellen findet sich das Tool Liveusb-Creator, das Sie in Fedora mit

sudo yum install liveusb-creator

installieren. Sie müssen das Programm manuell im Terminal-Fenster mit sudo starten:

sudo -H liveusb-creator

Das englischsprachige Tool übernimmt Elemente von Unetbootin und bietet rechts oben über „Download Fedora“ die Möglichkeit, ein Image herunterzuladen und dann auf das Ziel („Target Device“) zu übertragen. Davon abgesehen kann das Programm allerdings auch ein vorhandenes ISO-Image verarbeiten.

Für die Übertragung gibt es die Optionen „Overwrite Device (dd)“ oder einen Kopierbefehl „Non-Destructive (cp)“, der das Ziellaufwerk nicht komplett überschreibt – es muss aber dann schon formatiert sein.

Windows: Images direkt schreiben

Ist (noch) kein Linux-Rechner für die Übertragung einer ISO-Datei verfügbar, dann verwenden Sie unter Windows für die gleiche Aufgabe den Win32 Disk Imager . Dessen Bedienung ist weitgehend selbsterklärend. Sie wählen nur die Quelldatei („Image File“) und geben das Ziellaufwerk („Device“) an. Voreingestellt ist zwar im Datei-Browser die Dateierweiterung IMG, aber nach einer Umstellung auf „*.*“ funktionieren genauso auch ISO-Dateien. Die Schaltfläche „Write“ startet den Schreibvorgang.

Kritische Sicherheitslücken in Logitechs Funk-Mäusen, -Tastaturen und Presentern

In Logitechs Funk-Tastaturen, -Mäusen und Wireless Presentern gibt es kritische Sicherheitslücken. Hacker können darüber sogar den Rechner infizieren.

In Logitechs Funk-Mäusen, -Tastaturen und Wireless Presenter wurden kritische Sicherheitslücken entdeckt. Betroffen von dem Sicherheitsproblem sind dabei fast alle kabellosen Eingabegeräte, wie die c’t berichtet.

Angreifer können über die Sicherheitslücke Tasteneingaben abhören oder sogar Schadsoftware auf dem Rechner installieren. Denn neben dem Abfangen von Tastatureingaben wie Mails, Passwörter und mehr ist es für den Angreifer auch möglich, eigene Tastenbefehle an den Rechner des Opfers zu schicken und dadurch Schadsoftware auf dem Ziel-Rechner auszuführen.

Durch die Lücke könnten Hacker das System mit einer Remote Shell infizieren und diese dann, vom Netzwerk unabhängig, ebenfalls steuern.

Betroffen sind dabei alle Geräte, die mit Logitechs Unifying-Funktechnik arbeiten. Diese Technologie wird vom Unternehmen bereits seit 2009 verwendet, erkennbar ist die Technologie an einem kleinen orangenen Logo mit Stern. Die Wireless Presenter R500 und Spotlight sind ebenfalls über die Schwachstelle angreifbar.

Zwei Sicherheitslücken bleiben offen!

Zwei der Sicherheitslücken wird das Unternehmen nicht schließen, da sonst die Kompatibilität der Hardware mit der Unifying-Technologie nicht mehr gegeben wäre. Um die Lücke mit der Kennnummer CVE-2019-13053 zu nutzen, benötigt der Angreifer kurzzeitig Zugriff auf die Tastatur des Opfers. Wenn der Angreifer alle nötigen Informationen gesammelt hat, ist es ihm dann auch aus der Distanz möglich, den Angriff weiter auszuführen.

Auch die Lücke CVE-2019-13052 bleibt offen. Hierfür muss der Hacker den Pairing-Prozess mitschneiden und erhält dann Zugriff auf die verschlüsselte Kommunikation der Eingabegeräte. Logitech rät den Benutzern deshalb die Kopplung zwischen Empfänger und Eingabegerät nur durchzuführen, „wenn sichergestellt ist, dass keine verdächtigen Aktivitäten innerhalb eines Radius von 10 Metern auftreten.“

Die weiteren Sicherheitslücken konnte Logitech bereits schließen. Nutzer sollten diese Geräte umgehend updaten. Entsprechende Firmware-Upgrades können über dasLogitech Firmware Update-Tool SecureDFU vorgenommen werden. Welche Firmware bei Ihnen aktuell vorhanden ist, kann mithilfe von Logitechs Unifying-Software ausgelesen werden. Folgende Firmware-Versionen sind up-to-date:

012.008.00030

012.009.00030

024.006.00030

024.007.00030

Ungenutzte Microsoft-Konten werden gelöscht

Microsoft führt eine neue Regel für Microsoft-Konten ein. Bei Inaktivität werden sie nach einer Frist gelöscht. Es gibt aber Ausnahmen.

Microsoft ändert die für Microsoft-Konten geltenden Regeln und führt eine wichtige Änderung ein, die am 30. August 2019 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt werden Microsoft-Konten automatisch gelöscht, falls sie länger als zwei Jahre nicht genutzt werden. Dies ist diesem Support-Eintrag zu entnehmen.

Nutzer können ihr Microsoft-Konto jederzeit über diese Seite zur Verwaltung ihres Kontos löschen. Außerdem räumt sich Microsoft – wie auch schon bisher – das Recht ein, das Microsoft-Konto eines Nutzers zu löschen, falls dieser gegen die Nutzungsbestimmung der von Microsoft angebotenen Dienste verstößt. DiesemMicrosoft-Servicevertrag stimmt jeder Nutzer mit dem Anlegen eines Microsoft-Kontos zu.

Ab dem 30. August 2019 kommt nun eine weitere Regel hinzu: Sollte ein Microsoft-Konto länger als zwei Jahre inaktiv sein, dann kann es Microsoft löschen. Ohne vorher den Nutzer zu warnen. Vor der Löschung kann der Nutzer sein Microsoft-Konto schützen, indem er sich alle zwei Jahre mindestens einmal einloggt.

Das könnte natürlich weitreichende Folgen haben, falls ein Nutzer über sein Microsoft-Konto Inhalte erworben und/oder Abonnements abgeschlossen hat. Daher gibt es aucheinige wichtige Ausnahmen, bei denen ein Microsoft-Kont o auch nach einer zweijährigen Inaktivität nicht geschlossen wird.

Diese listet Microsoft auf der Website zur Microsoft Account Activity Policy unter „Exceptions“ auf. Ein Microsoft-Konto wird nach zweijähriger Inaktivität nicht geschlossen,

… wenn über dieses Konto irgendwelche Kauftätigkeiten erfolgten, bei denen entweder Geld geflossen ist oder ein Code zum Erwerb eines Dienstes oder eines Produkts eingelöst wurden. Das gilt aber nicht bei Gutscheinkarten, Zertifikaten oder Abo-basierten Käufen oder Services.

… wenn noch ein laufendes Abo besteht, welches mit dem betreffenden Microsoft-Konto verbunden ist.

… wenn über das Microsoft-Konto ein Spiel (inklusive DLC) oder eine App im Microsoft Store veröffentlicht wird oder das Microsoft-Konto mit einem Microsoft-Partner-Center-Konto verknüpft ist.

…. wenn man eine Zertifizierung von Microsoft für die Nutzung des Microsoft-Kontos erhalten hat.

… wenn sich auf dem Microsoft-Konto noch nicht ausgegebenes Geld befindet.

… wenn es einen Betrag gibt, den Microsoft dem Nutzer noch schuldet.

… wenn zu einem Microsoft-Konto über ein Familien-Konto noch weitere Konten gehören, die Minderjährigen gehören. Erst wenn das Konto des Minderjährigen inaktiv wird, droht die Schließung des darüberliegenden Microsoft-Kontos.

Letztendlich behält sich Microsoft vor, den Kontostatus als aktiv beizubehalten oder ein inaktives Konto nicht zu schließen, wie dies nach geltendem Recht oder Vorschriften erforderlich ist oder wie das Microsoft-Konto dem Nutzer anderweitig von Microsoft zur Verfügung gestellt wurde.

USB-Geräte mit Ihrem Handy verbinden

Ein USB-OTG-Adapterkabel empfiehlt sich, um Peripheriegeräte wie Festplatten oder USB-Sticks, Drucker und viele weitere Geräte mit Ihrem Smartphone zu verbinden.

Dank USB OTG (on the go) fungiert das Mobilgerät anstelle des PCs als Host. Das Android-Betriebssystem unterstützt den USB-OTG-Standard bereits seit Android 3.1. Um Ihr USB-OTG-fähiges Smartphone mit einem Peripheriegerät wie zum Beispiel einem USB-Stick zu verbinden, nutzen Sie ein USB-OTG-Adapterkabel (rund 8 Euro). Bei einigen Geräten liegt dieses auch bei.

Das Adapterkabel bietet an einem Ende einen Micro-USB-Stecker, den Sie an Ihr Handy anstecken. Am anderen Ende befindet sich eine USB-Typ-A-Buchse, über die Sie Peripheriegeräte verbinden können. Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Smartphone zum USB-OTG-Standard kompatibel ist, können Sie dies mit der Gratis-App USB Host Diagnostics aus dem Google Play Store prüfen.

Gut zu wissen: Die Erkennung einiger USB-Geräte funktioniert nicht immer zuverlässig. Vor allem USB-Festplatten streiken wegen ihres hohen Strombedarfs oft. Abhilfe schafft in diesem Fall ein dazwischengeschalteter USB-Winkeladapter.

7-nm-GPUs im Test: AMD Radeon RX 5700 & 5700 XT

Die neuen AMD-Radeon-Grafikkarten RX 5700 (XT) können mit vielen Neuerungen aufwarten: Unterstützung von PCI Express 4.0, eine neue GPU-Architektur namens RDNA sowie eine Fertigung der Chips im energieeffizienten 7-Nanometer-Verfahren. Der Test zeigt, ob sich Nvidia mehr als aufgebohrte Super-Grafikkarten-Varianten überlegen muss.

Schluss mit den Gerüchten und Leaks, hier sind sie: Die neuenAMD-Radeon-Grafikkarten RX 5700 (XT). Wir haben beide Grafikkarten mit den RTX-Super-Modellen von Nvidia verglichen (zum Test) und uns auch die Leistungsaufnahme der neuen Radeon-Modelle angesehen. Und AMD hat es tatsächlich geschafft, uns positiv zu überraschen. Die Testergebnisse finden Sie weiter unten im Artikel. Ebenfalls interessant: Heute am 7. Juli 2019 hat AMD auch seine Ryzen-Prozessoren der dritten Generation vorgestellt. Zu unserem Test des Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X.

TEST-FAZIT: AMD Radeon RX 5700 & RX 5700 XT

Mit der AMD Radeon RX 5700 und 5700 XT kann sich AMD einen wohlverdienten Platz in der Mittel- und Oberklasse ergattern. Eine RX 5700 ist in unseren Tests stellenweise flotter unterwegs als eine RTX 2060 Super, während die 5700 XT einer RTX 2070 Super durchaus Konkurrenz machen kann. Hätte Nvidia kein Super-Upgrade durchgeführt, hätte man die Mittelklasse und untere Oberklasse AMD überlassen müssen. Aber weitaus beeindruckender ist die Tatsache, wie effizient die Navi-GPUs ihren Job erledigen. Damit ist das Klischee der heißen und stromhungrigen AMD-Grafikkarten auch definitiv vom Tisch.

Knapp wird es für Nvidia aber auch in Sachen Preis-Leistung. Die RX 5700 XT soll 419 Euro (UVP) kosten, was dem Preis der RTX 2060 Super entspricht – nur ist erstere Karte schneller. Die RX 5700 hingegen kostet sogar nur 369 Euro und ist stellenweise so schnell wie eine RTX 2060 Super. Wer also wirklich auf jeden Cent schauen muss, kommt kaum um die RX 5700 herum – sofern Sie auf Raytracing verzichten können, denn das beherrschen bisher nur Nvidia-RTX-Karten.

Pro:

+ beeindruckende Energieeffizienz

+ wettbewerbsfähige Gaming-Leistung

+ Unterstützung von PCI Express 4.0

+ tolles Preis-Leistungs-Verhältnis (RX 5700)

Contra:

– laute Lüfter unter Last

Mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch

Die Navi-Grafikprozessoren der RX-5700-Modelle basieren auf der neuen RDN-Architektur die AMD in 7 Nanometer fertigen lässt. Das soll in Kombination mit RDNA nicht nur für eine hohe Energieeffizienz, sondern auch noch für mehr Performance sorgen: Im Vergleich mit den vorherigen 14-Nanometer-GPUs spricht AMD von einer 1,25-fachen Verbesserung der Leistung pro Takt.

Premiere: Erste Grafikkarten, die PCI Express 4.0 unterstützen

Doch damit nicht genug, denn die Modelle sind auch die ersten auf dem Markt, die PCI Express 4.0 und damit höhere und zukunftssichere Bandbreiten unterstützen. Denn im Vergleich zu 3.0 verdoppelt der Nachfolger die Datenraten. Damit das aber auch reibungslos funktioniert, muss schon auch ein neuer Ryzen-3-Prozessor und eine neue Hauptplatine mit X570-Chipsatz her. Aber keine Angst: Die neuen Radeon-Grafikkarten funktionieren auch auf Mainboards, die auf den (immer noch) weit verbreiteten PCIe-3.0-Standard setzen. Und große Leistungseinbußen dürfen Sie bis dato auch nicht erwarten, zumal die X570-Boards durch die Bank teurer als ihre Vorgänger geworden sind.

AMD überarbeitet auch Multimedia-Fähigkeiten

RDNA ist dabei aber nicht wieder „nur“ eine Weiterentwicklung der GCN-Architektur, die ihre Ursprünge im Jahr 2012 hatte. RDNA ist von Grund auf anders aufgebaut als GCN-Chips und erlauben somit nur noch schwer eine faire Vergleichbarkeit zu den Vorgängern. Denn die Navi-GPUs gehen ihre zugewiesenen Aufgaben auch grundsätzlich anders an, als es die GCN-basierten Karten getan haben. Beispielsweise

Außerdem hat AMD sich auch die Multimedia-Fähigkeiten der Grafikkarten gekümmert und unterstützt nun unter anderem die Wiedergabe von 8K-Inhalten bei 60 Hz über ein einziges Kabel. Dafür sind die Grafikkarten mit Displayport 1.4 inklusive Stream Compression ausgestattet. Bei HDMI handelt es sich um die Version 2.0b.

Grafikspeicher: Von HBM2 auf GDDR6

Bemerkenswert, aber keine echte Überraschung, ist der Wechsel des Grafikspeichers: Von HBM2 schwenkt AMD wie Nvidia auf GDDR6 um. Sowohl die RX 5700, als auch die RX 5700 XT sind mit acht Gigabyte ausgestattet, die wiederum über ein 256 Bit breites Speicher-Interface an die GPU angebunden sind. Mit einer Speicherbandbreite von 448 Gigabyte pro Sekunde ist der VRAM nun so schnell wie bei einer RTX 2080 oder 2070 (Super). Wir haben in der unteren Tabelle die technischen Daten der vergleichbaren Grafikkarten gegenüber gestellt.

Hohe GPU-Taktraten ab Werk

Im Vergleich zu Vega können die RX 5700 (XT) mit deutlich höheren GPU-Taktraten aufwarten. Tatsächlich führt AMD aber auch noch einen weiteren Begriff bei der Angabe der Taktfrequenzen ein: Neben einem Standard- und Boost-Takt gibt es nun auch einen Wert namens „Game“. Hierbei handelt es sich um den „minimal zu erwartenden GPU-Takt beim Ausführen von Spielen“, also im Prinzip ein garantierter Takt, den Gamer erwarten dürfen. Im Übrigen handhabt auch Nvidia seine Angabe des Boost-Takts.

Die AMD Radeon RX 5700 XT arbeitet mit 1605 (Standard), 1755 (Game) und 1905 MHz (Boost), während die Non-XT-Variante RX 5700 mit 1465, 1625 und 1725 MHz (Reihenfolge analog zur XT) arbeitet.

Neue Software-Features von AMD

Aber nicht nur die Hardware hält jede Menge Neuerungen parat, auch in Sachen Software hat AMD einiges zu bieten. Die bündelt AMD alle unter „FidelityFX“, und sie alle sollen für eine bessere Bildqualität sorgen. Die Bibliotheken dieser Effekte sind Open-Source, weshalb sie sich kostenlos von Entwicklern nutzen lassen. Das dürfte zu einer breiteren Adaption führen als Nvidias vergleichbare Gameworks-Techniken, die sich nur gegen Lizenzgebühren nutzen lassen. Nun zu ausgewählten FidelityFX-Techniken:

Besseres Bild beim Hochskalieren

Eines der wohl wichtigsten Techniken ist aber Contrast Adaptive Sharpening, kurz CAS. Diese Technik sorgt dafür, dass hochskalierte Bilder deutlich schärfer und detaillierter aussehen, ohne dafür noch mehr Rechenleistung zu beanspruchen. Wer also nur einen WQHD-Monitor nutzt, kann das Spiel in 4K hochskalieren und CAS bügelt die Bildqualität so glatt, dass es fast wie eine native 4K-Wiedergabe wirkt. Die Unschärfe beim Upscaling war bisher einer der größten Kritikpunkte. Die Integration von CAS wurde bereits von mehreren hochkarätigen Studios bestätigt, wie zum Beispiel Ubisoft, Capcom oder auch für die Unity-Engine.

Doch auch für alte und aktuell Spiele gibt es eine AMD-Technik, die die Bildqualität beim Hochskalieren verbessern soll. Sie heißt Radeon Image Sharpening (RIS), das sich ähnlich wie CAS verhält – nur lässt es sich in so ziemlich jedes Spiel implementieren, da es sich in der Grafiktreiber-Software aktivieren lässt.

Und die eSportler da draußen freuen sich über das Feature Radeon Anti-Lag, die die Zusammenarbeit von CPU und GPU besser synchronisiert und damit Eingabeverzögerungen (Input Lag) spürbar verringern soll.

Partnerkarten gibt es ab August 2019

Zum Launch wird es die RX 5700 (XT) nur im Referenzdesign geben (siehe die Abbildungen in diesem Artikel). AMD setzt weiterhin auf ein Blower-Design, bei dem der Axiallüfter kühle Luft einsaugt, über den PCB befördert und durch das Slotblech wieder herausführt. Beide Grafikkarten verfügen über ein Gehäuse aus Aluminium. Der teureren RX 5700 XT verpasst AMD noch ein Wellen-Design und eine Backplate. Zusätzlich ist auch noch eine etwas höher getaktete Anniversary Edition (AE) der RX 5700 XT erhältlich, die außerdem mit goldenen Akzenten beeindrucken kann.

Beide Grafikkarten müssen jeweils über einen 6- und einen 8-Pin-Anschluss mit zusätzlichem Strom versorgt werden. Die TDP der RX 5700 XT beläuft sich auf 225 Watt, die der RX 5700 auf 185 WEatt. Modelle mit überarbeiteten Kühlungen von Partnern wie Asus oder MSI wird es voraussichtlich ab August 2019 geben.

Kostenlose Dreingabe: 3 Monate Xbox Game Pass PC

Wer sich eine neue RX 5700 (XT) zulegt, bekommt auch noch ein kleines Geschenk von AMD: Käufer dürfen sich über drei Monate Zugang zum eigentlich kostenpflichtigen Microsoft-Dienst Xbox Game Pass PC freuen. Hierüber lassen sich Spiele auf den PC streamen. Als besonderes Highlight wird hier das kommende Gears 5 erwähnt.

AMD Radeon RX 5700 & 5700 XT in Benchmarks

In unseren Bildratenmessungen ergibt sich folgendes Bild: Eine RX 5700 kann locker mit einer RTX 2060 Super mithalten, stellenweise ist die Karte sogar flotter. Die RX 5700 XT wird einer RTX 2070 Super zwar gefährlich, aber sie ist nicht schneller. Eher durchwachsen und so gar nicht von den Bildraten übertragbar sind die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks, die die AMD-Karten im Vergleich sogar etwas schlechter aussehen lassen. Aber im Endeffekt zählt ja auch die Praxisleistung in Spielen.

Überraschung bei den Umwelt-Eigenschaften

In Sachen Stromverbrauch müssen wir feststellen, dass die neuen Radeon-RX-Grafikkarten unter Last weniger Strom verbrauchen als die Geforce-RTX-Modelle. Damit ist auch Nvidias jahrelanger Vorsprung in Sachen Energieeffizienz gebrochen. Doch auch wenn die Freude bei AMD-Fans groß ist: Man sollte abwarten, was Nvidia aus dem Hut zaubert, sobald sie ihre GPUs ebenfalls in 7 Nanometer fertigen lassen. Zu guter Letzt: In Sachen Temperaturen erledigt das Kühldesign einen akzeptablen Job, allerdings sind die Lüfter unter Last deutlich hörbar.

AMD Ryzen 9 3900X & Ryzen 7 3700X überzeugen mit hoher Single-Core-Leistung

AMDs CPU-Generation Zen 2 ist da. Die Spitzenmodelle AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X überzeugen im Test nicht nur bei der Multi-Core-, sondern endlich auch bei der Single-Core-Leistung.

Die Prozessor-Baureihe AMD Ryzen 3000 basiert auf der „Zen 2“-CPU-Architektur. Die fortschrittliche 7-Nanometer-Fertigung erlaubt höhere Taktraten bei reduziertem Stromverbrauch. Gemeinsam mit den Optimierungen in der Microarchitektur – auf die wir weiter unten in diesem Beitrag genauer eingehen – sorgt das für eine deutlich gestiegene Recheneffizienz. Unsere Tests belegen, dass die Ryzen-3000-CPUs mehr Befehle/Taktzyklus abarbeiten können – beim IPC-Wert (Instructions per Cycle) hat AMD also einen gewaltigen Satz nach vorne gemacht. Zudem hat AMD sehr eng mit Microsoftzusammengearbeitet, damit die Ryzen-3000-CPUs unter Windows 10 auch ihre „PS“ auf die Straße bringt.

TEST-FAZIT: AMD Ryzen 3000

AMDs Ryzen-CPUs bieten ja schon seit längerem mehr Multi-Core-Leistung pro Euro als die Konkurrenz. Mit den Ryzen-3000-Prozessoren kann AMD den Vorsprung hier weiter ausbauen. Viel wichtiger ist aber der gewaltige Satz bei der Single-Core-Leistung. Hier befindet sich AMD erstmals mit Intel auf Augenhöhe. Die von uns getesteten 3900X und 3700X sind also auch exzellente Gaming-CPUs. Und das bei einem vergleichsweise moderaten Stromverbrauch: Im direkten Vergleich der 500-Euro-CPUs zieht der AMD Ryzen 9 3900X nur ein paar Watt mehr als Intels Core i9-9900K.

Pluspunkte sammelt die CPU-Serie Ryzen 3000 und der x570-Chipsatz auch wegen der verbraucherfreundlichen Rückwärtskompatibilität für ältere AM4-Mainboards und -CPUs. Zudem sind die neuen Ryzens und der X570-Chipsatz mit der zukunftssicheren Schnittstelle PCI-Express 4.0 ausgestattet – damit ist der Boden für entsprechende Grafikkarten, SSDs und Co. bereitet.

Bei all dem hat AMD nicht das Preis-Leistungs-Verhältnis aus den Augen verloren. Vergleicht man die Ryzen-3000-Modelle mit Intel-CPUs der gleichen Preisklasse, bietet AMD jetzt mindestens die gleiche Gaming-Leistung und eine deutlich höhere Multicore-Leistung fürs Geld. Chapeau AMD, die Ryzen-3000-CPUs sind der ganz große Wurf!

Kompatibilität: Zusammen mit den Ryzen-3000-CPUs bringt AMD auch den optimal abgestimmten Chipsatz AMD X570 heraus. AMD gewährleistet für die 3000-Serie des Ryzen trotzdem Abwärtskompatibiliät: Die Zen-2-CPUs funktionieren also auch in älteren AM4-Mainboards. Einzige Ausnahme: B320-Modelle. Zudem können Sie Ryzen-CPUs der 2. Generation in X570-Boards stecken. Das volle Potential entfalten die Ryzen-3000-CPUs und der X570-Chipsatz allerdings nur gemeinsam.

PCI Express 4.0, die automatische Übertaktungsfunktion „Precision Boost 2 Overdrive“ sowie sehr hohe und vor allem stabile RAM-Frequenzen von bis zu 5200 MHz. Apropos Arbeitsspeicher: Laut AMD sind die RAM-Latenzen zwischen 3200 bis 3733 MHz am geringsten. Setzen Sie noch schnelle RAM-Riegel ein, schaltet der Speicher-Controller der Zen-2-CPUs auf den einen speziellen „2:1“-Modus um. Wie Sie im folgenden Bild sehe, steigen bei noch höhere RAM-Taktfrequenzen dann auch wieder die Latenzen an

Im Vergleich zu PCI Express 3.0 verdoppelt sich bei Version 4.0 die Bandbreite je Kanal auf 2 GB/s. Die Ryzen 3000 CPUs bringen 24 Lanes mit, können also über 16 Kanäle zwei PCI-3.0-Grafikkarten mit vollem Tempo ansteuern und haben noch 8 Lanes übrig, beispielsweise für zwei PCIe-4.0-SSDs. Und der X570-Chipsatz bringt weitere 16 Lanes mit. Sie haben also in Sachen PCI-Express mehr als genug Spielraum für Erweiterungskarten und M.2-SSDs.

7 Prozessormodelle von 100 bis 530 Euro

Gleich sieben CPU-Modelle gibt’s zum Start (siehe auch folgende Tabelle). Das aktuelle Spitzenmodell ist der AMD Ryzen 9 3900X mit 12 Kernen und 24 Threads, einem Base-Takt von 3,8 und einem Boost-Takt von 4,6 GHz. Unverbindliche Preisempfehlung (UVP): 529 Euro. Unter den Achtkerner bietet der Ryzen 7 3700X mit einer UVP von 349 Euro das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, bei sechs Kernen raten wir zum AMD Ryzen 5 3600 für 209 Euro.

Für Gelegenheits-Spieler mit kleinem Geldbeutel interessant sind die beiden Modelle Ryzen 5 3400G und 3200G mit integriertem Grafikkern – hier müssen Sie allerdings auf PCI-Express 4.0 verzichten. Das eigentliche Spitzenmodell der 3000er-Reihe heißt jedochAMD Ryzen 9 3950X . Dieses Modell kommt mit 16 Kernen (32 Threads) und einem Base- sowie Boost-Takt von 3,5 respektive 4,7 GHz auf den Markt – allerdings erst Anfang September 2019. Kostenpunkt: knapp 800 Euro.

Alle Ryzen 7 und 9 liefert AMD mit dem soliden Wraith Prism Cooler aus. Der Lüfter des „Prism“ ist RGB-beleuchtet. Der Kühlkörper verfügt über eine breitflächige Kupferplatte und reicht für alle, die ihren Ryzen 3000 nicht extra übertakten wollen. Ebenfalls bei Kauf einer Zen-2-CPU gratis mit dabei ist ein Spiele-Key für den im Herbst 2019 erscheinenden Titel „Gears 5“. Außerdem können Sie kostenlos drei Monate lang die Spiele-Flatrate des „Xbox Game Pass“ nutzen.

Im Detail: AMD Zen 2 Architektur

Mit Zen 2 setzt AMD zum ersten Mal auf einen 7-nm-Fertigungsprozess. Am Aufbau der Prozessoren hat sich viel geändert. So sind etliche wichtige Funktionen der CPU in einem separaten I/O-Die ausgelagert, um die Anzahl der Anschlüsse und die Übertragungsgeschwindigkeiten zu erhöhen. Einer der größten Kritikpunkte der ersten Ryzen-Prozessoren war die Kompatibilität und die maximal unterstützen Taktraten von Arbeitsspeicher. Dieses Problem ist mit einer optimierten Version der Infinity Fabric nun ausgemerzt. AMD verspricht Taktraten jenseits der 5000 MHz und empfiehlt aus Preis-Leistung-Sicht 3600 MHz.

Trotz aller Neuerungen gewährt AMD für nahezu alle CPUs und Mainboards eine Abwärtskompatibilität. Durch den verkleinerten Fertigungsprozess steigt nicht nur die Core-Anzahl, sondern gleichzeitig auch die Taktfrequenz bei einer erhöhten Effizienz. Die Größe eines CPU-Complexes (CCX) hat sich im Vergleich zum Vorgänger um 47 Prozent verkleinert. Eine solche Einheit besteht aus 4 Cores (8 Threads) und 16 MB L3 Cache. Zwei davon setzen ein CPU-Die zusammen. Je nach Prozessor kommen entweder ein oder zwei dieser Dies zum Einsatz. Der Speichercontroller und die I/O-Schnittstellen liegen im Gegensatz zu Zen 1 im I/O-Die. Dadurch steigt die Effizienz des Ryzen 7 3700X im Vergleich zum Ryzen 7 2700X um starke 75 Prozent.

Nicht nur die Sprungvorhersage hat sich verbessert, auch der Micro-Op-Cache umfasst mit 4.096 Einträgen doppelt so viele wie die Vorgängergeneration. In diesem Speicher sind bekannte Daten abgespeichert, um sie schneller abrufen zu können und somit die Sprungvorhersage zu umgehen. Die Integer- und Fließkommaberechnung erhält ebenso einen größeren Buffer und eine doppelte Speicherbandbreite. Dadurch verdoppelt sich die effektive Leistung. Für eine Erhöhung der Spieleleistung sorgt die Vergrößerung des L3-Caches, von AMD Gamecache genannt, auf bis zu 70 MB.

Gerade in Spielen hatten Ryzen-Prozessoren in der Vergangenheit oft das Nachsehen. Durch den verkleinerten Fertigungsprozess, die gesteigerte Taktrate und der erhöhten IPC (Instructions per Cycle) auf sieben statt früher sechs fällt die Single-Core-Leistung deutlich höher aus. Auch durch ein großes Windows-Update im Mai hat die Leistung der Ryzen-Prozessoren um bis zu 15 Prozent zugenommen. Dieses verbessert die Latenzen durch eine intelligentere Verteilung der Aufgaben auf die CCXs. Konkret bedeutet das, dass die CPU Spiele, welche meist nur vier Kerne (8 Threads) benötigen, nur noch in einer CCX berechnet.

Test-Ergebnisse: AMD Ryzen 9 3900X & Ryzen 7 3700X

Im Cinebench R15 kommt der AMD Ryzen 9 3900X auf einen Single CPU Score von 212 Punkten. Damit zieht AMD an Intels Core i9-9900K (Preis aktuell rund 480 Euro) vorbei, der in unserem Test nur 206 Punkte erreichte. AMD hat es also tatsächlich geschafft, bei der fürs Gaming so wichtigen Single-Core-Leistung Intel zu übertrumpfen. Der 3700X kommt auf 205 Punkte. Der Abstand zum AMD Ryzen 7 2700 ist enorm, das Spitzenmodell der Ryzen-2000-Serie erreichte hier nur 176 Punkte.

Der Multi-CPU Score hängt natürlich von der Anzahl der CPU-Kerne ab, entsprechend deutlich deklassiert AMDs Ryzen 9 3900X mit 12 CPU-Kernen Intels 8-Kerner Core i9-9900K. Der 3900X hängt mit 3064 Punkten den 9900K (1868 Punkte) um Längen ab – das Tempoplus für den AMD-Prozessor liegt bei über 60 Prozent! Selbst der AMD Ryzen 7 3700X, der ja ebenfalls „nur“ 8 CPU-Kerne besitzt, zieht mit 2193 Punkten noch am 9900K von Intel vorbei.

Im 3DMark fehlen uns direkte Vergleichswerte zu den Intel-CPUs, da wir den 3900X und 3700X mit einer Titan RTX getestet haben. Zumindest zeigt aber der reine CPU-Test von Time Spy, dass es sich beim AMDs Ryzen 9 3900X mit 12070 Punkten sowie dem AMD Ryzen 7 3700X mit 10192 Punkten um High-End-Gaming-CPUs handelt. Zum Vergleich: Der Intel Core i9-9900K sortiert sich hier bei rund 11500 Punkten ein, während der Intel Core i7-9700K auf knapp 8500 Punkte kommt.

Test-System

Getestet haben wir die CPUs out of Box ohne Übertaktung in einem System mit der Hauptplatine MSI MEG X570 Godlike, 16 GB RAM bei 3600 MHz, einer RTX Titan und Windows 10 Version 1903 auf einer PCI Express 4.0 SSD.

Windows: Pagefile.sys verschieben, ändern, löschen

Wozu benötigt Windows die Datei Pagefile.sys? Kann ich sie löschen? Dies und mehr erläutern wir in diesem Beitrag.

1. Wozu benötigt Windows die Datei pagefile.sys?

Auf meinem Windows-10-Rechner ist die Datei pagefile.sys im Root-Verzeichnis etwa 3,6 Gigabyte groß. Windows speichert in dieser Datei Informationen, die ansonsten eher im RAM gespeichert werden. Ist dort aber kein Platz mehr, dann lagert Windows die Daten einfach aus. Das trifft aber auch für Informationen zu, die nur selten benötigt werden und daher den Platz im RAM unnötig für häufiger genutzte Daten verschwenden würden. Windows ist clever genug, die richtigen Daten auf die eher langsame Festplatte oder SSD auszulagern, während die wichtigeren Daten im schnellen RAM verbleiben.

Zu guter Letzt stecken in Pagefile.sys auch Informationen, durch die der Rechner beispielsweise nach einem Absturz oder einem Stromausfall neu starten kann. Sie merken: Pagefile.sys ist ein sehr wichtige Datei für Windows und dementsprechend vorsichtig sollte man als Nutzer mit ihr umgehen.

2. Kann ich die Datei pagefile.sys löschen?

Der Festplatten- oder SSD-Speicherplatz neigt sich dem Ende zu, da stellt sich natürlich die Frage: Kann ich Pagefile.sys einfach löschen? Im Windows Explorer wird Pagefile.sys standardmäßig nicht angezeigt, auch nicht, wenn in den Optionen die Anzeige für versteckte Dateien aktiviert wird. Erst das Entfernen des Häkchens bei „Geschützte Systemdateien ausblenden“ zeigt diese und weitere wichtige Systemdateien im Explorer an. Man merkt: Windows will nicht, dass der Anwender direkt auf die Datei zugreift und blockiert auch Löschversuche.

Wie in Punkt 1 erläutert, ist Pagefile.sys eine äußerst wichtige Windows-Datei. Lange Rede, kurzer Sinn: Sie sollten die Datei nicht löschen, aber… Die Frage beantworten wir endgültig am Ende von Punkt 3…

3. Kann ich die Datei pagefile.sys verschieben?

Ja und in einigen Fällen kann das auch Sinn machen. Wenn Sie eine SSD für ihr Windows verwenden und sich im Rechner auch noch eine Festplatte befindet, dann lohnt es sich, Pagefile.sys von der SSD auf die Festplatte zu verschieben. Dadurch wird der wertvolle SSD-Speicherplatz frei, ohne dass es zu Performance-Einbrüchen kommt, weil die Geschwindigkeit der Zugriffe auf pagefile.sys nicht viel langsamer ist. Zudem können jetzt auch Windows-Prozesse auf die SSD und Windows auch gleichzeitig auf die pagefile.sys auf der Festplatte zeitgleich zugreifen, was sogar in einigen Fällen einen Performanceschub geben kann.

Geben Sie in Windows 10 im Sucheingabefeld „Erweiterte Systemeinstellungen anzeigen“ ein und drücken Sie dann Enter. Es öffnet sich das Fenster „Systemeigenschaften“ mit aktiviertem Tab „Erweitert“. Hier klicken Sie nun auf „Einstellungen“ unter „Leistung“. In den „Leistungsoptionen“ können Sie nun unter „Erweitert“ und „Virtueller Arbeitsspeicher“ festlegen, wo die Auslagerungsdatei gespeichert werden soll. Nach einem Klick erscheinen die zur Auswahl stehenden Laufwerke.

Standardmäßig ist die Option „Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten“ ausgewählt. Erst wenn Sie dort den Haken entfernen, dürfen Sie das Laufwerk auswählen.

Wenn Sie den Speicherort für Pagefile.sys ändern möchten, dann wählen Sie zunächst Laufwerk „C“ aus und ändern die Option „Größe wird vom System verwaltet“ in „Keine Auslagerungsdatei“. Anschließend wählend Sie das Laufwerk aus, auf dem künftig Pagefile.sys gespeichert werden soll und legen dann hier den Schalter von „Keine Auslagerungsdatei“ auf „Größe wird vom System verwaltet“ um.

Wenn Sie übrigens überhaupt keine Pagefile.sys verwenden möchten, was wir nicht empfehlen, dann wählen Sie bei allen Laufwerken „Keine Auslagerungsdatei“ aus und starten den Rechner neu. Womit die Frage 2 nun vollständig beantwortet wäre.

4. Wie verändere ich die Größe der Datei pagefile.sys?

Standardmäßig entscheidet Windows in Abhängigkeit von der RAM-Größe, wie groß die Datei pagefile.sys sein muss. Dies verrät auch die entsprechende Option „Größe wird vom System verwaltet“ im Fenster „Virtueller Arbeitsspeicher“. Über die Aktivierung der Option „Benutzerdefinierte Größe“ können Sie die Anfangsgröße und die maximale Größe von pagefile.sys festlegen. In der Regel empfiehlt es sich aber, Windows die Entscheidung über die Größe von pagefile.sys zu überlassen.

Windows-Zwischenablage leeren – so geht´s

Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Inhalt der Zwischenablage von Windows ganz einfach löschen können.

Die Zwischenablage von Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10 (und auch in früheren Windows-Versionen) ist äußerst bequem: Mit einem Tastendruck lassen sich Inhalte hinein kopieren (Strg+C) oder ausschneiden (Strg+X), um sie dann mit einem weiteren Tastendruck an eine andere Stelle zu verschieben (Strg + V). Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei den Inhalten um Texte, Bilder oder Dateien handelt.

Allerdings: In einigen Sicherheitsfällen kann es notwendig sein, den Inhalt der Windows-Zwischenablage manuell zu löschen. Etwa dann, wenn ein anderer Nutzer sich Zugriff auf den Rechner verschaffen könnte, um dann über die Zwischenablage nicht für seine Augen bestimmte Inhalte zu sehen.

Den aktuellen Inhalt der Zwischenablage können Sie mit einem einfachen Kommandozeilen-Befehl löschen:

cmd /c „echo off | clip“

Rufen Sie den „Ausführen“-Dialog mit Strg + R auf und geben Sie den Befehl einfach ein. Noch besser: Legen Sie auf dem Desktop eine Verknüpfung an, die diese Aufgabe künftig nach einem Doppelklick darauf erledigt.

Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählen dann im Kontextmenü „Neu“ und dann „Verknüpfung“ aus. Als Speicherort des Elements geben Sie den Befehl ein, also: „cmd /c „echo off | clip“.

Im nächsten Fenster (nach einem Klick auf „Weiter“) geben Sie der Verknüpfung einen Namen, wie etwa „Zwischenablage leeren“ und klicken auf den Button „Fertig stellen“.

Nach jedem Doppelklick auf das Icon wird die Zwischenablage künftig sofort geleert.

Alternative Möglichkeiten

Es gibt auch noch eine einfachere Methode, um einen in der Zwischenablage abgelegten „brisanten“ Inhalt vor Fremden zu schützen. Kopieren Sie einfach einen harmloseren Inhalt in die Zwischenablage, damit wird der alte Inhalt einfach überschrieben.
Oder: Sie schalten den Rechner aus. Dabei wird auch jedes Mal die Zwischenablage geleert.

Freeware verbessert Zwischenablage

Kleiner Tipp: Falls Sie sich eine funktionsreichere Zwischenablage unter Windows wünschen, dann empfehlen wir Ihnen einen Blick auf die Freeware Clipboard Master. Sie können damit Textelemente, Bilder oder Dateien in die Zwischenablage speichern und diese verschwinden nicht, nachdem ein neues Element eingespeichert wurde, wie es bei der Standard-Zwischenablage der Fall ist. Auch dauerhaftes Speichern Ihrer Elemente ist mit Clipboard Master kein Problem

NAS-Arbeitsspeicher aufrüsten: So einfach geht’s

Ein Netzwerkspeicher (NAS) kommt schnell an seine Grenzen, wenn Sie ihn für anspruchsvollere Aufgaben einsetzen wollen – etwa für die Virtualisierung. Vielfach müssen Sie dafür keine neue NAS-Hardware kaufen. Ein Upgrade des Arbeitsspeichers katapultiert Ihr NAS-System vergleichsweise kostengünstig auf eine höhere Performancestufe.

Schritt 1: Checken Sie, ob sich der Arbeitsspeicher Ihres Netzwerkspeichers überhaupt aufrüsten lässt. Als erste Anlaufstelle dienen die entsprechenden Support-Seiten des jeweiligen NAS-Herstellers. Aber auch die beiden herstellerunabhängigen Foren für Synology-Geräte und für NAS-Systeme des Herstellers Qnap stellen hervorragende Informationsquellen dar. Alternativ führen Sie eine Google-Suche durch. Verwenden Sie hierbei als Suchbegriff die exakte Modellbezeichnung Ihres NAS sowie den Zusatz „RAM-Aufrüstung“ beziehungsweise „RAM-Upgrade“. Eine weitere gute Anlaufstelle sind die „Kundenfragen und -antworten“ auf den jeweiligen Amazon-Produktdetailseiten.

Schritt 2: Haben Sie sich die passenden RAM-Module besorgt, geht es ans eigentliche Upgrade für Ihr NAS. Zunächst sind die Festplatten zu entnehmen, die zumeist nur mithilfe eines Schlittens eingeschoben sind. Daraufhin sind mehrere Schrauben am Gehäuse zu lösen, sodass es sich abnehmen lässt. Danach arbeiten Sie sich zum Speicherslot vor, indem Sie verschiedene Kleinteile entfernen und die Hauptplatine freilegen. Bevor Sie den Speicherriegel anfassen, sollten Sie sich jedoch erden, um Schäden durch die elektrostatische Aufladung zu verhindern. Hierzu genügt es, einige Sekunden lang einen Heizkörper mit der Hand zu berühren. Entnehmen Sie anschließend den bisherigen Speicherbaustein vorsichtig aus der Halterung und setzen Sie den neuen ein. Bauen Sie das NAS in der umgekehrten Reihenfolge wieder zusammen.

Schritt 3: Haben Sie Ihren Netzwerkspeicher erfolgreich zusammengesetzt, starten Sie das Gerät das erste Mal. Der neue Speicher wird automatisch erkannt. Um das erfolgreiche Upgrade zu überprüfen, genügt ein Blick in die Systeminformationen Ihres Netzwerkspeichers. Wenn Sie ein Qnap-Gerät mit dem Betriebssystem QTS nutzen, öffnen Sie das Benutzer-Interface im Webbrowser und suchen die „Systemsteuerung“. Klicken Sie im Bereich „System“ auf „mehr“, wählen Sie „Verwaltung“ und bringen Sie das Register „Systeminformationen“ nach vorne, um den aktuell verbauten „Gesamtspeicher“ in Erfahrung zu bringen. Bei Synology-Geräten mit DSM öffnen Sie die „Systemsteuerung“, wählen „Info-Center“ und aktivieren danach das Register „Allgemein“. Neben „Arbeitsspeicher insgesamt“ finden Sie die Angabe zur RAM-Größe des Geräts.

Achtung: Durch das RAM-Upgrade gehen Gewährleistung und Garantie seitens des jeweiligen Herstellers verloren. Die Aufrüstung geschieht stets auf eigene Gefahr. PC-WELT kann keine Haftung bei Schäden und Datenverlust übernehmen.